HETTSTEDT / MANSFELD-SÜDHARZ. Die Nachricht sorgt für Aufatmen, macht aber gleichzeitig fassungslos: Ein 53-jähriger Mann aus unserem Landkreis sitzt seit dieser Woche in Untersuchungshaft. Der Vorwurf wiegt schwer: Er soll eine Frau über einen langen Zeitraum gestalkt und zuletzt sogar massiv in Lebensgefahr gebracht haben.
Gefährlicher Vorfall mit Pkw
Was oft als „Nachstellung“ beginnt, entwickelte sich in diesem Fall zu einem Albtraum. Nach Informationen von MDR und Polizei beschränkte sich der Mann nicht nur auf Nachrichten oder unerwünschtes Auftauchen. Die Situation gipfelte in einem Vorfall, bei dem der Beschuldigte versucht haben soll, die Frau mit einem Auto anzufahren.
Polizei greift konsequent durch
Aufgrund der massiven Bedrohungslage und der Gefahr, dass der Mann sein Opfer erneut angreifen könnte, erließ ein Richter am Amtsgericht Haftbefehl. Beamte nahmen den 53-Jährigen fest, er wurde umgehend in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.
Hintergrund: Stalking ist kein „Kavaliersdelikt“
Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, dass Betroffene sich frühzeitig Hilfe suchen und Vorfälle konsequent zur Anzeige bringen. Die Polizei in Mansfeld-Südharz betont immer wieder, dass Stalking eine Straftat ist, die die psychische und physische Integrität der Opfer zerstört.
Hast du Ähnliches erlebt oder kennst jemanden, der Hilfe braucht? Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist unter der Nummer 116 016 rund um die Uhr erreichbar.



