Mäc-Geiz meldet Insolvenz: Bangen um den Standort am Hettstedter Markt
HETTSTEDT – Die Hiobsbotschaft kam am Dienstag aus dem Amtsgericht Halle: Die Haushaltskette Mäc-Geiz ist zahlungsunfähig und hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Was für den Konzern eine strategische „Neuaufstellung“ sein soll, ist für Hettstedt eine handfeste Sorge um die Belebung der Innenstadt.
Für die Filiale am Markt 50 beginnt damit eine Zeit der Ungewissheit. Während der Discounter bundesweit rund 180 Märkte betreibt, wird nun jeder einzelne Standort auf seine nackten Zahlen geprüft. Das bedeutet: Nur wer profitabel genug ist, darf bleiben.
Was das aktuell für Hettstedt bedeutet
- Vorerst bleibt offen: Die gute Nachricht für alle Kunden ist, dass der Betrieb am Markt 50 zunächst ganz normal weiterläuft. Wer Besorgungen machen muss, steht nicht vor verschlossenen Türen.
- Mitarbeiter gesichert: Die Beschäftigten in unserer Filiale müssen sich für die nächsten drei Monate keine Sorgen um ihren Lohn machen – dieser wird über das Insolvenzgeld der Arbeitsagentur abgedeckt.
- Gefahr von Leerstand: Sollte die Wirtschaftlichkeitsprüfung für Hettstedt negativ ausfallen, droht dem Marktplatz ein weiterer prominenter Leerstand. Als „Frequenzbringer“ zieht Mäc-Geiz täglich viele Menschen in die Stadt, die oft auch andere Geschäfte besuchen. Fällt dieser Anker weg, trifft das die gesamte Attraktivität des Zentrums.
Die Hintergründe
Trotz der erst kürzlich erfolgten Übernahme durch die Kodi Beteiligungs GmbH konnten die massiven Probleme nicht gelöst werden. Steigende Kosten für Miete und Energie treffen auf eine starke Kaufzurückhaltung der Bürger, die aufgrund der Inflation jeden Cent zweimal umdrehen.
In der Kupferstadt hofft man nun, dass die Filiale am Markt die nötige Rendite abwirft, um Teil des neuen Konzepts zu bleiben. Eine Schließung wäre ein herber Schlag für die Nahversorgung und das Flair unserer Innenstadt.
Quellen: Insolvenzbekanntmachungen, MDR Sachsen-Anhalt

