Zwei Monate vor der Wahl: Umfragetrends im Land stabilisieren sich auf hohem Niveau

Hettstedt | Magdeburg. Zwei Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 zeigt die jüngste Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA ein weitgehend verfestigtes Stimmungsbild im Land. Im direkten Vergleich zur vorherigen INSA-Erhebung vom Mai zeichnen sich in der am 3. Juli 2026 via Dawum veröffentlichten Studie nur minimale Verschiebungen ab. Während die beiden stärksten Kräfte leichte Einbußen verzeichnen, verbuchen zwei kleinere Parteien moderate Gewinne.

Die Umfragedaten im direkten Vergleich

Wenn bereits am kommenden Sonntag ein neuer Landtag gewählt würde, ergäbe sich laut INSA folgendes Stimmungsbild im Vergleich zur Erhebung vom 13. Mai 2026:

ParteiAktuelle Umfrage (03.07.2026)Vorherige Umfrage (13.05.2026)Entwicklung
AfD41,0 %42,0 %-1,0 %
CDU23,0 %24,0 %-1,0 %
Die Linke13,0 %13,0 %unverändert
SPD 6,0 %6,0 %unverändert
BSW5,0 %4,0 %+1,0 %
Bündnis 90/Die Grünen4,0 %4,0 %unverändert
FDP4,0 %3,0 %+1,0 %
Sonstige4,0 %4,0 %unverändert

Analyse der kurzfristigen Trends

An der Spitze des politischen Spektrums bleibt die Rangordnung im Vergleich zum Spätfrühling stabil, wenngleich beide führenden Parteien leicht nachgeben mussten. Die AfD verliert im Vergleich zur Mai-Welle einen Prozentpunkt, behauptet sich mit 41,0 % jedoch weiterhin mit deutlichem Abstand als stärkste Kraft in der Sonntagsfrage. Die CDU verzeichnet ebenfalls ein Minus von einem Prozentpunkt und wird aktuell mit 23,0 % an zweiter Stelle ausgewiesen.

Im mittleren und kleineren Parteiensegment zeigt sich hingegen punktuelle Dynamik. Während Die Linke (13,0 %) und die SPD (6,0 %) ihre Werte aus dem Mai exakt halten konnten, verzeichnet das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) einen Zuwachs von einem Prozentpunkt. Mit nun 5,0 % würde das BSW die parlamentarische Hürde für den Einzug in den Magdeburger Landtag genau erreichen.

Einen leichten Zuwachs meldet auch die FDP, die sich von 3,0 % im Mai auf nunmehr 4,0 % steigert. Damit verharren die Liberalen allerdings ebenso wie Bündnis 90/Die Grünen (unverändert bei 4,0 %) weiterhin knapp unterhalb der gesetzlichen Fünf-Prozent-Sperrklausel. Die Gesamtheit der sonstigen Parteien bleibt konstant bei 4,0 %.

Einordnung der Methodik

Für die repräsentative Sonntagsfrage im Auftrag von NIUS befragte INSA im Zeitraum vom 23. bis zum 30. Juni 2026 insgesamt 1.000 wahlberechtigte Personen aus Sachsen-Anhalt mittels einer Online-Erhebung. Die statistische Fehlertoleranz (Schwankungsbreite) wird vom Institut mit rund +/- 1,5 bis 3 Prozentpunkten angegeben.

Foto: Screenshot darum.de

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