HETTSTEDT. Was sich derzeit an der Novalis-Grundschule abspielt, gleicht keinem Bildungsweg mehr, sondern einem regelrechten Albtraum. Neue Informationen, die unserer Redaktion nach einem Telefonat mit der Mutter von Noah und Carsten Stahl vorliegen, lassen den Verdacht aufkommen, dass hier aktiv gemauert und massiver Druck auf die Familie ausgeübt wird; weit über das Schulgelände hinaus.
Die Akte des Schweigens: Morddrohungen seit Oktober bekannt?
Die wohl ungeheuerlichste Enthüllung: Die zuständige Schulsozialarbeiterin soll bereits seit dem 2. Oktober 2025 von den Morddrohungen gegen Noah gewusst haben. Doch anstatt sofort Alarm zu schlagen, Noah zu schützen und die Schulleitung sowie Eltern einzubinden, passierte: Nichts.
Besonders brisant: Im persönlichen Gespräch mit der Mutter und Carsten Stahl gab sich die Schulleitung völlig ahnungslos. Hier stellt sich die Frage: Wer wusste wann was? Wenn Informationen über Morddrohungen gegen ein Kind zurückgehalten werden, ist das ein Totalversagen des gesetzlichen Schutzauftrages.
Behörden-Druck: Jugendamt und Zweifel an ärztlichen Attesten
Anstatt der Familie beizustehen, wurde sie mit bürokratischer Härte konfrontiert. Es fand ein offizieller Termin mit dem Jugendamt statt, bei dem die Mutter über eine Anzeige wegen angeblicher „Kindeswohlgefährdung“ aufgeklärt wurde. Der Vorwurf: Die Mutter würde ihr Kind „zu sehr schützen“.
Doch damit nicht genug: Das Schulamt ging sogar so weit, die ärztliche Krankschreibung von Noah beim ausstellenden Arzt anzuzweifeln. Ein beispielloser Vorgang, der zeigt, mit welcher Energie versucht wird, die Glaubwürdigkeit der Opferfamilie zu erschüttern.
Stahl kontert MZ-Kritik: Expertise statt „Influencer“-Posting
Die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) übte in einem Kommentar scharfe Kritik an Carsten Stahl und versuchte, ihn als jemanden darzustellen, der den Fall für eigene Zwecke „instrumentalisiere“. Im Telefonat mit unserer Redaktion wies Stahl diese Diffamierung als „Influencer“ entschieden zurück.
Seine Bilanz spricht eine andere Sprache: Stahl war bereits als Berater für mehrere Gremien der Bundesländer und als Experte für Kinderschutz tätig; mehrere Gesetze im Bereich Kinderschutz beruhen maßgeblich auf seiner langjährigen Arbeit. „Mir ging es von Anfang an nur um Noah und die Täter, damit allen geholfen wird“, stellte Stahl uns gegenüber klar. Politische Interessen seien ihm völlig egal. Es gehe darum, den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen; ein Handwerk, das er seit Jahrzehnten beherrscht und für das er seine Expertise bundesweit einbringt.
Das Problem ist der Umgang, nicht die Schule
Stahl betont zudem: Die Novalis-Grundschule sei per se keine „Problemschule“. Das eigentliche Problem liege im katastrophalen Umgang mit Mobbing. Das systematische Wegsehen der Schule und des Landesschulamtes hat die Situation erst in diesem Maße eskalieren lassen. Durch das Leugnen der Zustände wurde den Tätern indirekt signalisiert, dass ihr Handeln keine Konsequenzen hat, während das Opfer allein gelassen wurde.
Ein „Gnadenakt“ unter Vorbehalt
Erst nach massivem Druck gab es Zugeständnisse: Noah darf nach den Winterferien vorübergehend in die Parallelklasse wechseln und von seiner Mutter begleitet werden (in einem Nebenraum). Er wird zunächst nur die Kernfächer besuchen, um das zerstörte Vertrauen in die Schule wieder aufzubauen.
Doch der bittere Beigeschmack bleibt: Alle Maßnahmen sind lediglich als „vorübergehend“ deklariert. Mutter Juliane blickt mit großen Bauchschmerzen auf diesen Zusatz. Es wirkt, als wolle man die Zeit aussitzen, bis das mediale Interesse abflaut.
Aufruf an die Eltern in Hettstedt
Ist Noah ein Einzelfall? Haben Sie aktuell ähnliche Erfahrungen an Hettstedter Schulen gemacht? Gibt es derzeit weitere Fälle von Mobbing oder Gewalt, bei denen die Verantwortlichen wegschauen?
Wenn Sie von aktuellen Vorkommnissen betroffen sind, melden Sie sich vertraulich bei unserer Redaktion. Wir schenken Ihnen eine Stimme.
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