Der Fall des neunjährigen Noah an der Novalis-Grundschule hält Hettstedt in Atem. Es ist ein Fall, der zeigt, wie verzweifelt Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder kämpfen müssen. Doch während überregionale Medien und engagierte Schützer längst vor Ort waren, glänzte die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) lange durch Abwesenheit. Erst als die Welle im Netz nicht mehr zu ignorieren war, trat ein Mann auf den Plan: Armin Himmelrath.
Wo war die MZ, als Noah Hilfe brauchte?
Es ist ein bemerkenswertes Timing. Tagelang berichteten andere Medien ausführlich über die Mobbingvorwürfe und die Verzweiflung der Familie. Erst nachdem der Fall durch die sozialen Medien eine massive Reichweite erzielt hatte, schaltete sich Herr Himmelrath ein. Doch wer eine tiefgründige Recherche zu den Missständen an der Schule erwartete, wurde enttäuscht. Stattdessen gab es eine Lektion in Sachen „Medienetikette“.
Persönliche Abrechnung statt sachlicher Hilfe
Anstatt den Fokus auf das Kind und das mutmaßliche Versagen der Behörden zu legen, scheint Herr Himmelrath eine ganz persönliche Mission zu verfolgen: das „Abarbeiten“ an Carsten Stahl.
- Während Stahl seit 13 Jahren dort in die Bresche springt, wo Institutionen versagen, wird er von Himmelrath als reiner „Influencer“ abgetan, dem es nur um Klicks gehe.
- Die Mutter von Noah stellt im Video die entscheidende Frage: Mit welchem Recht wird hier jemand schlechtgemacht, der von Anfang an hinter der Familie stand, ohne dass der Journalist auch nur einmal das Gespräch mit den Betroffenen gesucht hat?.
Die Paywall-Moral: Wer profitiert hier wirklich?
Besonders zynisch wirkt der Vorwurf der „Klick-Jagd“, wenn man sich die Veröffentlichungsstrategie der MZ ansieht.
- Während Carsten Stahl seine Reichweite nutzt, um kostenlos Öffentlichkeit für das Schicksal der Familie herzustellen, Noah und seiner Mutter sogar eine Mutter-Kind-Kur bezahlt, versteckt die MZ die Berichte von Himmelrath konsequent hinter einer Bezahlschranke (Paywall).
- Es bleibt ein fader Beigeschmack: Hier wird ein Kinderschützer für seine Präsenz kritisiert, während die Lokalzeitung gleichzeitig versucht, aus der emotionalen Betroffenheit der Bürger durch Abonnements Profit zu schlagen.
Experten aus dem Hut gezaubert
Plötzlich, nachdem der Druck durch Stahl und die Öffentlichkeit stieg, präsentiert Herr Himmelrath den Kinderschutzbund und fordert „Deeskalation“ und „Sachlichkeit“. Was per se auch richtig ist, doch wo waren diese Experten und diese mahnenden Worte des Journalisten, als die Mutter noch keine Unterstützung hatte und gegen Mauern rannte?
Fazit: Hettstedt braucht keine Journalisten, die erst spät auftauchen, um dann diejenigen zu diskreditieren, die die Arbeit machen, vor der sich andere drücken. Noah und seine Familie verdienen Unterstützung und keine arrogante Belehrung hinter einer Bezahlschranke.
Video der Reaktion von Mutter Juliane



