Start / Allgemeines / “Ich lasse keine Lügen verbreiten“ – Noahs Mutter wehrt sich gegen Berichterstattung

“Ich lasse keine Lügen verbreiten“ – Noahs Mutter wehrt sich gegen Berichterstattung

HETTSTEDT. Der Fall des neunjährigen Noah, der an der Novalis-Grundschule Opfer massiven Mobbings wurde, schlägt weiter hohe Wellen. In einer neuen Videobotschaft bricht Noahs Mutter nun ihr Schweigen, um Vorwürfe des Landesschulamtes und Berichte der Lokalpresse richtigzustellen. Sie findet deutliche Worte für das Versagen der Institutionen und die Art der Berichterstattung.

„Die Schule wusste seit Oktober Bescheid“

Entgegen den Zweifeln, die laut Video vom Landesschulamt geäußert wurden, stellt Noahs Mutter klar: Die Vorfälle waren der Schule längst bekannt. Bereits seit Oktober 2025 sei die Schulsozialarbeiterin über jedes Detail informiert gewesen; wer Noah schikaniert hat, wann es geschah und was genau vorgefallen ist.

Wenn die Kommunikation zwischen der Schulsozialarbeiterin, der Schule und dem Landesschulamt nicht funktioniert hat, ist das nicht mein Problem“, so die Mutter im Video. Statt Hilfe zu leisten, habe man ihr lediglich nahegelegt, das Kind von der Schule zu nehmen, da seine Sicherheit dort nicht mehr gewährleistet werden könne.

Kritik an medialer Darstellung

Besonders enttäuscht zeigt sie sich über einen Kommentar in der Mitteldeutschen Zeitung (MZ). Darin wurde suggeriert, sie oder Noah seien zur Teilnahme an den Videos mit Aktivist Carsten Stahl gedrängt worden. „Wir wurden weder gezwungen noch eingeschüchtert“, stellt sie klar. Sie betont, dass Noah völlig freiwillig bei den Aufnahmen dabei war, um auf sein Schicksal aufmerksam zu machen.

Einzig die MZ-Journalistin Frau Thomashausen habe das Gespräch gesucht und Noah mit einem „Mutmach-Herzen“ zur Seite gestanden. Andere Berichterstatter hätten sich hingegen nie persönlich ein Bild vor Ort gemacht.

Unterstützung statt Alleingang

Während staatliche Stellen und das Jugendamt laut dem Video eher Druck ausübten, erfährt die Familie Unterstützung durch Carsten Stahl und das „Bündnis Kinderschutz“. Als Zeichen der Hilfe wird Noah zusammen mit seiner Mutter nun in eine Mutter-Kind-Kur geschickt, um die traumatischen Erlebnisse der letzten Monate zu verarbeiten.

Hettstedt Live bleibt an diesem Fall dran. Die Solidarität mit Noah in unserer Stadt zeigt: Gewalt und Wegsehen haben bei uns keinen Platz.

Quelle: Video-Statement von Noahs Mutter und Carsten Stahl (Bündnis Kinderschutz), Februar 2026.

Markiert:
PNFPB Install PWA using share icon

For IOS and IPAD browsers, Install PWA using add to home screen in ios safari browser or add to dock option in macos safari browser

New Report

Close