Dramatischer Wohnungsbrand in der Schillerstraße: Nachbarn retten Mutter und Kleinkind

Hettstedt – Am Sonntagnachmittag ist es in der Hettstedter Schillerstraße zu einem schweren Wohnungsbrand gekommen. Dank des beherzten Eingreifens von Nachbarn konnten eine 43-jährige Frau und ihre dreijährige Tochter rechtzeitig aus den Flammen gerettet werden. Beide erlitten schwere Verletzungen durch giftige Rauchgase.

Gegen 13:30 Uhr bemerkten aufmerksame Anwohner eine starke Rauchentwicklung in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses. Noch vor Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte handelten die Nachbarn geistesgegenwärtig: Sie verschafften sich Zugang zur Brandwohnung, holten die 43-jährige Mieterin sowie deren dreijährige Tochter ins Freie und retteten ihnen damit womöglich das Leben.

Rettungshubschrauber im Einsatz

Da Mutter und Kind erheblichen Mengen an giftigen Rauchgasen ausgesetzt waren, zogen sie sich schwere Verletzungen zu. Nach der Erstversorgung vor Ort wurde die Frau mit einem Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung in eine hallesche Klinik geflogen. Ein Rettungswagen transportierte das dreijährige Mädchen ebenfalls in ein Krankenhaus nach Halle.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Hettstedt und Walbeck waren rasch zur Stelle und leiteten umgehend die Brandbekämpfung ein. Mit vereinten Kräften (insgesamt 31 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen) verhinderten die Feuerwehrleute, dass die Flammen auf weitere Bereiche des Wohnhauses übergriffen. Zur Sicherheit wurden die übrigen Hausbewohner während des Einsatzes evakuiert; sie blieben unverletzt und konnten nach Abschluss der Durchlüftungsmaßnahmen in ihre Wohnungen zurückkehren.

Zwei Wohnungen vorerst unbewohnbar

Die Brandwohnung selbst wurde massiv beschädigt. Zudem zog das Löschwasser die direkt darunterliegende Wohneinheit erheblich in Mitleidenschaft, sodass beide Wohnungen derzeit unbewohnbar sind und gesichert werden mussten. Die beiden Bewohner der unteren Etage kommen vorübergehend bei Bekannten unter. Eine Schadenshöhe konnte bisher noch nicht beziffert werden.

Erste Ermittlungen ergaben, dass sich der Brandausbruch in der Wohnung der 43-Jährigen befand. Die genaue Brandursache ist derzeit noch unklar. Die Brandursachenermittlung wird fortgeführt, sobald die Räumlichkeiten ohne gesundheitliche Risiken betreten werden können.

Quelle: Polizeiinspektion Halle (Saale), Pressemitteilung Nr. 210 / 2026 vom 25.10.2026