Neue INSA-Umfrage zur Landtagswahl: AfD legt auf 42 Prozent zu – BSW knackt Fünf-Prozent-Hürde

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​MAGDEBURG | HETTSTEDT. Knappe vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September zeigt eine neue repräsentative Wahlumfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA Bewegung in der Parteienlandschaft. In der am Montag (10. August) im Auftrag der BILD-Zeitung veröffentlichten Erhebung baut die AfD ihre Führung weiter aus, während die regierende CDU spürbar an Boden verliert. Zudem könnte das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erstmals als entscheidendes Zünglein an der Waage in den Magdeburger Landtag einziehen.

​Die Ergebnisse der INSA-Sonntagsfrage im Überblick

Wenn am kommenden Sonntag ein neuer Landtag in Sachsen-Anhalt gewählt würde, sähe das Kräfteverhältnis nach den aktuellen Umfragewerten wie folgt aus:

  • AfD: 42 % (+1 Prozentpunkt gegenüber der vorherigen INSA-Umfrage)
  • CDU: 22 % (-2)
  • Die Linke: 13 % (-1)
  • SPD: 6 % (+1)
  • BSW: 5 % (+1)
  • Bündnis 90/Die Grünen: 4 % (unverändert)
  • FDP: 4 % (unverändert)
  • Sonstige: 4 %

​(Gesamtsumme: 100 %)

Sowohl die Grünen als auch die FDP würden damit nach jetzigem Stand an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern und den Wiedereinzug in das Landesparlament verpassen.

Verwickelte Mehrheitsverhältnisse bei der Regierungsbildung

Die Zahlen zeichnen ein mathematisch wie politisch kompliziertes Bild für die anstehende Regierungsbildung im Landtag:

  1. Rechnerische Stärke der AfD: Mit 42 Prozent liegt die AfD um Spitzenkandidat Ulrich Siegmund fast doppelt so hoch wie die CDU unter Ministerpräsident Sven Schulze. Zusammen kommen CDU, Die Linke und SPD auf lediglich 41 Prozent der Stimmen und halten damit gemeinsam weniger Stimmen als die AfD allein.
  2. BSW als möglicher Königsmacher: Das BSW würde mit punktgenau 5 Prozent erstmals den Sprung ins Parlament schaffen. BSW-Vertreter sowie Parteigründerin Sahra Wagenknecht bekräftigten bereits, eine Wiederwahl des Amtsinhabers Sven Schulze nicht unterstützen zu wollen.
  3. Mögliche Patt-Situation im Landtag: Da alle etablierten Parteien eine Koalition mit der AfD ausschließen, gestaltet sich eine klassische Mehrheitsbildung schwierig. Sollte es im Landtag zu drei Wahlgängen bei der Ministerpräsidentenwahl kommen, reicht im dritten Wahlgang eine einfache Mehrheit, was bei einer Enthaltung des BSW erhebliche Auswirkungen auf den Wahlausgang haben könnte.

Methodischer Hinweis zur Einordnung

Für die Erhebung befragte das Institut INSA im Zeitraum vom 31. Juli bis zum 6. August 2026 insgesamt 1.000 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger aus Sachsen-Anhalt im Wege einer Online-Befragung.

Wichtig: Wahlumfragen spiegeln lediglich das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Vorhersagen für den tatsächlichen Wahlausgang am 6. September. Dynamiken im Endspurt des Wahlkampfs sowie eine unentschlossene Wählerschaft können das Endergebnis noch maßgeblich beeinflussen.