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Bürgerbüro Hettstedt: Zukunft statt Zirkus – Wie es ab Oktober im Rathaus wirklich weitergeht

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In den letzten Tagen kochte die Gerüchteküche in Hettstedt wieder einmal hoch. Von der dauerhaften Schließung des Bürgerbüros und „hängengelassenen Senioren“ war die Rede. Doch statt sich an den emotionalen Schlagzeilen und Spekulationen zu beteiligen, hat Hettstedt Live einfach mal den Hörer gegriffen und direkt bei der Pressestelle der Stadtverwaltung nachgefragt.

Das Ergebnis: Die Verwaltung wird keineswegs ersatzlos dichtgemacht, sondern moderner, effizienter und zukunftsfähig aufgestellt. Ab Oktober zieht neues Leben in die Räumlichkeiten des bisherigen Bürgerbüros ein und zwar mit einem durchdachten Konzept, das Service und Wirtschaftlichkeit endlich vereint.

Was ändert sich ab Oktober im ehemaligen Bürgerbüro?

Im ehemaligen Bürgerbüro entsteht das neue Servicebüro der Stadtwerke Hettstedt. Das bedeutet für die Bürger keineswegs einen Verlust von Anlaufstellen, sondern eine praktische Bündelung von Dienstleistungen:

  • Informativ wie eh und je: Sämtliche Flyermaterialien, Broschüren und Auslegewaren der Stadt Hettstedt werden auch weiterhin im neuen Servicebüro zu finden sein.
  • Digitale Hilfe vor Ort: Für Bürgerinnen und Bürger, die keinen Internetzugang besitzen oder sich bei Online-Buchungen unsicher fühlen, wird im Servicebüro ein zentrales Termin-Terminal bereitstehen.
  • Persönlicher Support: Niemand wird alleine gelassen. Die Mitarbeiter vor Ort stehen mit Rat und Tat zur Seite, um bei der Terminbuchung für Rathaus-Anliegen direkt zu unterstützen.

Faktencheck: Was gilt eigentlich für das Rathaus?

Um mit den kursierenden Halbwahrheiten aufzuräumen, lohnt ein Blick auf die tatsächlichen Abläufe im Rathaus:

  • Das Rathaus bleibt offen: Das restliche Rathaus und all seine Abteilungen sind weiterhin wie gewohnt zugänglich.
  • Terminpflicht nur für zwei Bereiche: Eine vorherige Terminvereinbarung ist ausschließlich für das Einwohnermeldeamt und das Gewerbeamt erforderlich.
  • Keine neue Regelung: Diese Terminvergabe für die beiden genannten Ämter gilt bereits seit längerer Zeit. Da die eigentliche Sachbearbeitung ohnehin in den Fachämtern und nicht am Schalter des Bürgerbüros stattfand, veränderten sich die Abläufe für Besucher faktisch schon lange nicht mehr.

Auch die Einstellung der Formularausgabe für den Landkreis (zum 01.08.2026) ist ein Schritt logischer Vernunft: Ständig veraltete Papierformulare auf Vorrat auszudrucken und zu entsorgen, war ein teurer Sonderweg, den kaum eine andere Kommune im Landkreis getragen hat. Die Anträge sind direkt beim Landkreis digital und stets aktuell abrufbar.

Einordnung: Wozu das Sommertheater von MZ und Frau Christmann?

Gute Kommunalpolitik zeichnet sich dadurch aus, dass Sparsamkeit mit Steuergeldern und Bürgerfreundlichkeit Hand in Hand gehen. Genau das passiert hier: Statt zwei Arbeitsplätze nur für die reine Termin- und Formularvergabe zu blockieren, wird der Raum sinnvoll durch die Stadtwerke genutzt und gleichzeitig eine Begleitung für ältere Menschen geschaffen.

Vor diesem Hintergrund muss man sich allerdings fragen, warum die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) und allen voran Frau Susanne Christmann wieder einmal so eine reißerische Nummer (aktueller Beitrag der MZ) aus dem Thema drehen müssen.

Anstatt vor der Veröffentlichung kurz zum Telefonhörer zu greifen und bei der Stadt nach den konkreten Plänen für die Zeit ab Oktober zu fragen, setzt man bei der MZ lieber auf Halbwahrheiten, inszenierte Aufregung und das bewährte Sommertheater. Dass man dafür auch noch den Stadtseniorenrat vor den eigenen Karren spannt, um Stimmung gegen das Rathaus zu machen, hinterlässt einen faden Beigeschmack.

Fakt ist: Die Lösung ab Oktober steht, sie ist durchdacht und man hätte all die Hysterie mit einem einfachen Anruf im Rathaus verhindern können. Doch Sachlichkeit verkauft halt im Sommerloch offensichtlich weniger Zeitungsabos als Panikmache.