Blaulicht-Report: Unfallbilanz 2025 – Wildunfälle bleiben Hauptursache im Landkreis

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Datum: 13. Mai 2026
Region: Mansfeld-Südharz

Das Polizeirevier Mansfeld-Südharz hat die vorläufigen Zahlen für das Unfallgeschehen im Jahr 2025 vorgelegt. Während die Zahl der Verkehrstoten leicht sank, stieg die Gesamtzahl der Unfälle sowie der Unfälle mit Personenschäden an.

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🔴 Die nackten Zahlen: Mehr Unfälle auf unseren Straßen

Im Jahr 2025 krachte es im Landkreis insgesamt 4.009 Mal. Das entspricht einem Anstieg von 1,73 % gegenüber dem Vorjahr (3.941 Unfälle).

  • Personenschäden: Bei 465 Unfällen wurden Personen verletzt (Vorjahr: 429). Dabei gab es 117 Schwerverletzte und 452 Leichtverletzte.
  • Verkehrstote: Positiv zu vermelden ist, dass die Zahl der Getöteten von sieben auf sechs sank.

🔴 Wildunfälle: Jede vierte Kollision mit Reh oder Wildschwein

Wildunfälle bleiben das größte Sorgenkind der Region. Mit 1.096 Unfällen machen sie mehr als ein Viertel des gesamten Unfallgeschehens aus. Damit ist Wildwechsel weiterhin die Hauptunfallursache im Landkreis Mansfeld-Südharz.

🔴 Risikogruppen: Senioren und Kinder

  • Senioren (65+): Diese Altersgruppe war an 1.119 Unfällen beteiligt. In 132 Fällen gab es gesundheitliche Schäden, wobei zwei Senioren ihr Leben verloren.
  • Kinder: Hier gab es einen leichten Rückgang auf 20 Unfälle (Vorjahr: 24). Glücklicherweise kam im Jahr 2025 kein Kind im Straßenverkehr des Landkreises ums Leben.

🔴 Unfallschwerpunkte im Fokus

Die Polizei hat spezifische Knotenpunkte identifiziert, an denen es besonders häufig zu schweren Kollisionen kam:

  1. Kreuzung B 242 / L 230: Hier ereigneten sich im Drei-Jahres-Vergleich sechs schwere Unfälle. Hauptursache war meist die Missachtung der Vorfahrt beim Abbiegen.
  2. Kreuzung B 86 / Am Mittelfeld: Auch hier kam es wiederholt zu schweren Unfällen mit insgesamt sechs Verletzten im Vergleichszeitraum.

🔴 Zweiradunfälle

Die Zahl der Motorradunfälle stieg leicht auf 82 an. Besonders auffällig: Die Zahl der verletzten Radfahrer (einschließlich E-Bikes) nahm um fast 24 % zu, wobei 44 Personen verunglückten.

Quelle: Polizeirevier Mansfeld-Südharz, Pressemitteilung Nr. 95/13.05.2026 (Verkehrsunfallbilanz 2025)

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