Gute Nachrichten für alle Windkraft-Skeptiker im Raum Riestedt: Der geplante Windpark zwischen Riestedt und Sangerhausen wird nicht gebaut. Landrat André Schröder verkündete das Aus für das Projekt kurz vor der entscheidenden Sitzung der Regionalen Planungsgemeinschaft Harz.
Die Debatte um die Windkraft im Landkreis Mansfeld-Südharz ist um eine Wendung reicher. Wie der Landkreis aktuell via Social Media mitteilte, ist das umstrittene Windvorranggebiet im Raum Riestedt offiziell „vom Tisch“. Damit folgt die Planung dem massiven Druck aus der Bevölkerung und der klaren Ablehnung durch die Stadt Sangerhausen.
Bürgerwille setzt sich durch
Seit Jahren regnete es Kritik an den Plänen für das rund 48 Hektar große Areal. Eine eigens gegründete Bürgerinitiative und über 500 Unterschriften machten deutlich: Die Riestedter wollen keine riesigen Windräder vor ihrer Haustür. Neben der optischen Beeinträchtigung spielten vor allem der Artenschutz, sowie die Sorge um die Lebensqualität eine zentrale Rolle im Widerstand.
Landrat Schröder: „Bürgerakzeptanz gilt!“
Landrat André Schröder (CDU) stellte klar, dass dies ein wichtiges Signal für die gesamte Region sei. In seinem Statement betonte er:
Das von Bürgern und Stadt abgelehnte Windgebiet im Raum Riestedt ist vom Tisch! Der Landkreis wird auch andernorts dafür sorgen, dass Bürgerakzeptanz gilt!
Damit sendet die Kreisverwaltung eine deutliche Botschaft: Energiewende ja, aber nicht gegen den erklärten Willen der Menschen vor Ort.
Wie geht es weiter?
Ende Januar berät die Regionale Planungsgemeinschaft Harz über die weitere Nutzung der Windenergie in der Region. Während Riestedt nun sicher ist, bleibt die Suche nach Alternativflächen eine Herausforderung. Das Land Sachsen-Anhalt gibt klare Flächenziele vor, die bis 2027 erreicht werden müssen. Wo diese Anlagen stattdessen entstehen könnten, wird in den kommenden Wochen eines der heißesten Themen in der regionalen Politik bleiben.



