HETTSTEDT. Ein Fall von massivem Mobbing an einer Hettstedter Schule sorgt für Schlagzeilen. Der bekannte Kinderschützer Carsten Stahl ist vor Ort, um dem neunjährigen Noah und seiner Mutter beizustehen. Was als Hilferuf einer verzweifelten Mutter begann, weitet sich nun zu einem Skandal aus, der bis in das Landesschulamt reicht.
Ein Kind am Ende seiner Kräfte
Noah ist erst neun Jahre alt, doch sein Alltag war zuletzt geprägt von Gewalt, Drohungen und sogar Morddrohungen durch Mitschüler. Laut seiner Mutter wurde ihm sprichwörtlich „der Boden unter den Füßen weggezogen“. Monatelang habe sie versucht, über offizielle Wege Hilfe zu finden, bei Sozialarbeitern und der Schulleitung. Alles sei protokolliert und unterschrieben worden, doch eine Lösung blieb aus.
„Täter bleiben, Opfer gehen“
Die Reaktion der Schule macht Carsten Stahl fassungslos: Anstatt die Täter zur Rechenschaft zu ziehen oder Schutzmaßnahmen zu ergreifen, habe man der Mutter geraten, Noah von der Schule zu nehmen, da seine Sicherheit dort nicht mehr gewährleistet werden könne. Stahl kritisiert dies scharf als „fatales und falsches Zeichen“. Damit signalisiere man den Tätern, dass sie durch ihr Verhalten bestimmen könnten, wer die Schule verlassen muss.
Schwere Vorwürfe der Lüge und Vertuschung
Besonders heftig kritisiert Stahl das Landesschulamt Sachsen-Anhalt. In einer ausführlichen Antwort auf eine Presseanfrage habe das Amt laut Stahl behauptet, der Fall existiere in dieser Form gar nicht. Der Kinderschützer spricht von bewussten Lügen, um politische Interessen im Vorfeld von Wahlen zu schützen.
„Wir haben Gesprächsprotokolle, Krankschreibungen und Beweise über Beweise“, so Stahl im Video. Er wirft dem Amt vor, seine Position zu missbrauchen und die Medien sowie die Elternschaft bewusst in die Irre zu führen.
Ein Zeichen der Solidarität
Trotz der harten Worte gibt es auch einen Moment der Hoffnung: Carsten Stahl ermöglicht der Mutter und Noah eine einwöchige Mutter-Kind-Kur, um nach den Strapazen der letzten Zeit zur Ruhe zu kommen.
Sein Appell an die Hettstedter Lehrkräfte und Eltern ist klar: „Kinderschutz ist unverhandelbar.“ Man dürfe Mobbing nicht totschweigen oder weggucken, nur um den Ruf einer Institution zu wahren.
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